dazwischen
Mittwoch, 4. November 2026

NOW

Guten Morgen.

Werte Weltbevölkerung, geschätzte Menschen, geduldete Leute, selbstverschuldete Anführer und gewählte Vertreter unser aller Leben, langsam wird es Zeit, hier einige Dinge klarzustellen.

Die alte Welt ist untergegangen, es ist vorbei. Und es gibt in keiner möglichen Variante eine Rückkehr zu den vergangenen Verhältnissen. Das ist aus.

Und das ist traurig. Es ist nicht so, dass wir das feiern sollten, Angst und Kummer sind angebracht. Lasst mich euch erzählen, wie sich das anfühlt, und noch wichtiger, weil dass wisst ihr ja eigentlich eh gerade selbst am Besten, wenn ihr euch nicht betäubt oder vor den Gefühlen am Ende der Zeiten zu leben geflüchtet seid, ich kann Euch sagen, wie man diesen großen Verlust überkommen kann, ein Licht am Ende des Tunnels finden, den Silberstreif am Horizont. Und nein, ich weise zurück, dass ich hiermit falsche Hoffnungen wecken werde, ich übernehme gerne die volle Verantwortung für meine Worte und die Taten, die aus ihnen resultieren.

Unsere Vorfahren haben wir das überliefert, ich habe ihre diversen Aufzeichnungen und das, was sie in meine Gene durchgepaust haben, eingehend studiert und ich möchte euch, vorallem den jungen Menschen da draußen sagen: Habt keine Angst. Ihr seid enorm capable, und ihr habt so viele Möglichkeiten, von denen heute keiner auch nur die geringste Ahnung hat. Die Welt geht nicht unter, weder heute noch morgen noch in tausend Jahren.

Wenn ihr an euch glauben lernt.



Betrachtet eure Hände, jetzt in diesem Augenblick. Dreht ein Licht auf oder wendet das Handy um sie zu beleuchten und dann seht sie an, ohne Worte, ohne Ablenkungen, egal wo ihr gerade seid, so ihr sie nicht an einem Lenkrad oder in einer Umarmung vertieft findet, dann bitte das beibehalten. Und die Betrachtung kurz verschieben.



Sagt mit, was seht ihr da? Was haben diese Finger geleistet, sie haben oft das Schreiben gelernt, oder ein Brot abgeschnitten und Butter draufgeschmiert, sie haben eine andere Hand gefunden, und das Herz ist gehüpft. Sie haben einen Schlag abgewehrt oder wen geschlagen, sie haben ein Instrument bedient oder in der Erde gegraben, sie haben Wäsche aufgehangen, einen Teller gewaschen oder sich Seife auf dem Körper verteilt. Was auch immer, sie haben bereits etwas erlebt, sie haben etwas gemacht, mir fällt gar nicht alles ein, es gibt so viele Möglichkeiten, und sie haben gute Dinge entstehen lassen, vielleicht eine nette Zeile an einen geliebten Menschen gekritzelt oder sie haben wem ein Messer in den Rücken gerammt, sie haben Dinge getan, die sie nie hätten tun sollen, sie sind verletzt gewesen, ihr habt sie verloren, vielleicht waren sie lange krank, ihr habt Euch vielleicht die Nägel machen lassen oder in der Nase gebohrt.

Das Internet, und sei es nur meines, es schreibt das Ende der Welt herbei. Nuklearer Winter, Energiekrise, KI-Blase, Börsencrash, Klimakatastrophe, und so weiter, und so weiter, wenn man jetzt nicht durchdreht, ist man nicht mehr normal.

Hier grätsche ich rein, mit meiner Expertise, denn ich bin ganz ruhig. Meine Hände schreiben diesen Text. Meine Hände haben alles aufgeschrieben, was mir Wiederfahren ist und weswegen ich mein Leben mit Anfang zwanzig inhaltlich verloren hatte. Meine Hände haben mich herausgeführt aus dem Nichts, aus dem absoluten Grauen, aus der dunkelgrauen Wand, zu der meine Zukunft nivelliert worden war, ein einziger Hochnebel des Siechtums war vor mir gelegen, das nackte Grauen, sinnlose Existenz, alles hin.

Ich kann euch nicht versprechen, dass ihr jetzt nichts tun müsst, und sich die Probleme einfach von alleine lösen werden. Ganz im Gegenteil, was jetzt hilft, ist ein enormer Kraftakt von allen Seiten, notwendig sind vollkommen fokussierte Kräfte jedes einzelnen, die sich in einer gemeinsamen Bewegung zusammen äußern werden müssen,

Und es braucht eine Drohung. Die ich hiermit ausspreche.

Wer jetzt auf die falsche Seite wechselt oder dort verharrt, wird es bereuen, es ist alles voll mies und scheiße und verflucht und total wild, aber wenn wir das alle langsam verstehen, werden wir die kritische Masse erreichen, die das zum Besseren wenden wird können. Macht etwas GUTES mit Euren Händen, Herzen und Hirnen. Ich glaub an Euch!



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