dazwischen
Donnerstag, 15. Oktober 2026

habe Schluss gemacht

Das Leben. Heute gedacht, als ich Zeit hatte und kurz spazieren war, dass ich das Leben anderer Leute gelebt habe, bis hierhin. Mir fiel ein, dass mir einer davon erzählt hat, dass er viel spazieren war. Mir wurde klar, dass mir dafür keine Zeit zur Verfügung gestellt worden war. Da läutete mein Wecker. Ich blieb stehen, mein Telefon aus der Tasche zu nehmen, um ihn abzudrehen, blickte zufällig nach links, da stand auf einem Praxisschild der Nachname des Freundes, mit dem die Person damals spazieren war, an deren Abenteuer ich eben gedacht hatte. Ein tatsächlich sehr seltener Name.

Dann fragte mich wer, ob ich das Leben als Spiel betrachten würde. Leichthin bejate ich , nichts ahnend, dass es der absolut falsche Ausdruck war. Tiefer nachgedacht ist das, was ich daran sofort akzeptieren konnte viel mehr als spielen. Das Spielen mit meinem Kind, dass ich so mühsam erlernen musste, dem so viel Widerstand entgegen gebracht worden war, das O und ich uns dennoch immer wieder zurück eroberten, in den Momenten dazwischen. Dieses Spielen ist es, das ich meine, auf diese Art betrachte und erfahre ich mein Leben. Es ist ein tiefer Glauben, kein süchtiges Zocken, eine unendliche Dankbarkeit für die Momente, an denen es vor sich hin fliesst, mich lebendig fühlen läßt; durch die Küche leise tanzen, endlich Gitarre üben, was wie Physiotherapie meinen armen, kranken Ellenbogen heilt, es ist das Singen der alten Lieder, das Hören der Menschen die es geschafft haben, menschlich zu werden.

Ja, es kommen harte Zeiten, ich habe eine Entscheidung getroffen, meine leadrole in a cage verlassen und bin part of the war, now. Habe eine Zumuntung abgelehnt. Dem Kampf ein leises Nein entgegnet, fest wie der zäheste Stahl. Ich gehe jetzt meinen ganz persönlichen, eigenen Abenteuern entgegen. Scheitern müssen wir eh alle, ich mach das nun lieber so, wie ich will.

Sie sind nicht angemeldet