dazwischen
Sonntag, 25. Oktober 2026

Stöckchen von Frau Kaltmamsell

  1. Welches war dein erstes Stofftier und was verbindest du damit?

Ich hatte eine kleine Stoffmaus, so zehn bis 15cm lang, sie war grau. Eines Ihrer Ohren bekam auch immer einen warmen Umschlag, wenn ich Mittelohrentzündung hatte, da war der Plüsch dann ganz anders mit der Zeit, fusseliger. Namen weiß ich keinen mehr.

  1. Wie stelltest du dir als Kind dein Erwachsenenleben vor?

Im Jahr 2000 wollte ich schon viele Kinder haben. Und war immer total auf Umweltschutz fixiert und diesbezüglich sehr deprimiert.

  1. Warst du ein eher leises oder eher lautes Kind?

Ich war leise, habe aber sehr viel (und anscheinend gut) geredet. In unserer Bande war ich die Anführerin, das war lustig.

  1. Gab es etwas in deiner Kindheit, das du heute sehnsüchtig vermisst?

Gstettn. Und es gab weitaus weniger private PKW‘s in der Stadt. Und so ein komische Plastilin, da konnte man stabile Seifenblasen damit machen, man hat mit so einem Rörchen in die Masse gepustet, ich hab das nachher nie wieder gesehen.

  1. Welches Verhältnis hattest du als Kind zu Musik?

Ich liebte klassische Musik, die Zauberflöte für Kinder habe ich als Schallplatte in Dauerschleife gehört, das Klavierspielen war für mich die emotionale Rettung, das Klavier mein bester Freund. Als es kaputt ging begann eine tragödienreiche Zeit für mich, leider. Mit 12 oder 13 Jahren borgte mir das damalige Lehrmädchen H. meines Vater ‚Queen - Greatest Hits‘ ich überspielte es auf Kasette und hab den ganzen Sommer durchgehend diese Nummern gehört. Das hat meinen Horizont schon erweitert, davor hätte ich Stein und Bein geschworen, niemals etwas anderes als Klassik zu hören.

Via Mira und herzlichen Dank an Frau Kaltmamsell für die Inspiration!

Königsmacher:innen

Das hab ich mir selbst aufgebaut. Hier geht die Sonne auf, innen wie außen. Die kommenden Herausforderungen werden massiv, und ich kann es kaum erwarten.

Ich hatte lange damit gerechnet, dass es anders werden wird, aber dass ich meine Schwingen ausbreite und losfliegen werde, damit hatte ich in meinen kühnsten Träumen nicht mehr gerechnet. Lange hoffte ich, jemand würde kommen und mich retten. Ein hart arbeitender junger Mann, genauso verstossen, wie ich es bin; dann ein dunkelhaariger Ritter mit den süßesten Augen in einem fliegenden Auto, und manchmal Abends, wenn ich, wie gestern alleine daheim bin, schaue ich doch kurz zurück. Ganz kurz, und dann sehe ich, dass es gut ist.

Der fleissige Mensch ist ein stattlicher Mann geworden, sein Sohn hat, als wir wegen eines Unfalles im Krankenhaus waren, letzte Woche, aus tiefstem Herzen flehentlich 'Papa anrufen' gesagt, das war das Zeichen, jetzt ist es gut. Das Kind ist bei ihm, und der fleissige Mensch, der sich das alles alleine aufgebaut hat, hat sich einen Bart wachsen lassen, wie ich es immer wollte, und er ist glücklich, das sieht man ihm an. Und wie mich das freut.

Und mein dunkelhaariger Sir hat sich noch immer nicht blicken lassen, manchmal sehe ich mich durch seine Augen, dann weiß ich wieder, irgendwann wird er an meiner Tür läuten, ich muss nur lange genug warten. Und da ich das hier alles selbst aufgebaut habe, habe ich keine Eile mehr. Lass Dir Zeit, Vogelmann, ich bin soweit, und bleibe so.

Meinen Vater habe ich umarmt, so fest ich konnte, ohne ihm weh zu tun, und geflüstert, wie lieb ich ihn habe. Meiner Mutter habe ich eine Nachricht geschrieben, dass ich - privat - immer für sie da sein werde, sollte sie mich brauchen.

Dem Hausväterchen wollt ich wünschen, dass er irgendwann schafft, sein Herz zu öffnen, weil das Leben dann viel schöner ist, aber jetzt wünsche ich ihm gar nix mehr. Da ist der Schlussstrich final gezogen und beeidigt.

Gefrühstückt habe ich Porige mit Zwetschken, heute gehe ich in den Wald, und dann mache ich die Homepage weiter und werde Visitenkarten drucken lassen. Eines nach dem Anderen.

So long!

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