dazwischen
Sonntag, 1. November 2026

Hi

Habe mir eine Homepage gebastelt, und das ist das exakt richtige Wort dafür. Uff. :D

Dienstag, 27. Oktober 2026

Guten Morgen Universum,

heute ist ein erster Landgang auf dem neuen Planeten geplant. Seit ich hier bin, sind viele Tage vergangen, ich konne die Verbindung des Wurmloches zum Heimatplaneten endlich destabilisieren, in den nächsten Tagen sollte sie dann kollabiert sein. Die Kommunikation mit den letzten Bewohnern, die zu alt oder schwach waren, mitzukommen, bleibt aufrecht, sie versuchen, dem Verursacher der Katastrophe noch ihre letzten Kräfte entgegen zu halten, ich bin nicht sicher. Es bricht mir das Herz, hatte so lange gehofft, diese Erde retten zu können, muss mir doch langsam mein Scheitern eingestehen.

Plan B, hierher auszuwandern, im ersten Schritt erfolgreich, wir sind gelandet. Da ich der Kapitän der Flotte bin, werde ich mit einigen Getreuen die ersten Erkundungsgänge übernehmen. Es gab etwas Diskussionen, ob das geschehen solle oder nicht, zwei der Offiziere waren sich sicher, dass man als Oberbefehlshaber nicht an die Front geht, weil die Expertise dann gegebenfalls rasch tot sei, von der alle profitieren würden; konnte das entkräftigen, da ich meine Fähigkeiten akkurat notierte und somit zu beweisen in der Lage war, dass mein Können zum Aufbau des Wurmloches notwendig gewesen war, bei dem mir allerdings elf weitere Anwesende massiv zu Hand gegangen waren, es darüber genug Aufzeichnungen und Anleitungen gibt, was bedeutet, dass jetzt mindestens drei weitere Personen in der Lage sind, ein Wurmloch zu stabilisieren, und gemeinsam können sie das erst recht. Das Kollabieren der Situation ist dann nur mehr Physik, da sind ggf. viele fit. Weitere Spezialeigenschaften besitze ich nicht, die Mischung meiner Fähigkeiten macht mich aber speziell geeignet für den ersten und mithin sehr wichtigen Landgang.

So war das dann auch geklärt.

Es ist 5h früh, habe eine letzte Botschaft an die Verbliebenen geschickt, falls ich nicht zurück kehren werde. Ich bewundere ihren Mut und ihre Tapferkeit, in dieser unmöglichen Situation auzuharren. Keiner weiß, was dem Tyrannen noch an Grausamkeiten einfallen wird, mit seiner destruktiven Intelligenz überrascht er einen doch immer wieder, und wie sehr die Level in diesem Bereich steigen können, ist erschreckend.

Von den Werten her betrachtet, scheint der neue Planet relativ entspannt zu sein. Luftqualität ist gut, wobei ein seltsames Molekül, das ich nicht kenne, unter Umständen zu Problemen führen kann, es ist zwar nicht toxisch, könnte jedoch ein Geruchsträger sein. Spannend.

Vegetation und Fauna, wie seit Wochen von den Drohnen gescannt und notiert, ist - verzeiht mir das unwissenschaftliche Wort - einfach nur schön. Die Dinger schicken zu jeder neuen Erkenntnis ein Bild mit, wie ihr wisst, liebe ich Farben über alles, und die Nuancen, in denen es hier blüht und gedeiht, sind beyond. Sowas hat man nie gesehen, auf unserem Herkunftsplaneten.

Tiere scheinen auch in einer angemessenen Range verbreitet, es gibt eine Raubkatzenart, der man mit Respekt begegnen wird und mehrere spinnenartige Tiere, die mild giftig und deswegen zu umgehen sind, der Rest ist harmlos.

Kontinente gibt es dreizehn, die Meere dazwischen auf Grund der Nähe dieser zueinander, nicht besonders gewaltig, nur zwischen Kontinent 6 und 7/8 ist ein großer Ozean. Es gibt keine Anzeichen einer Zivilisation, keine Ruinen oder artifiziellen Muster.

Wenn das Wurmloch endlich kollabiert ist, werde ich ruhiger schlafen, seit seiner Destabilisierung geht es bereits viel besser, weil ich weiß, der Tyrann kann nicht mehr einfach so mit seiner Armee durchstoßen, sollte er den Ursprung aufspüren.

Eine kleine Restchance besteht, dass er, wenn er es findet und erneut aufbaut, unsere Flucht noch vereitelt, nur muss ich auch zugeben, er selbst verfügt ja bei Gott nicht über die geistigen Mittel, ein Wurmloch auch nur zu beschreiben, von ‚es verstehen und neu herrichten‘ ist er so weit entfernt, wie - ja - dieser neue Lebensort von der mit Gift und Hass verseuchten Erde. Also fast sicher, wir sind schon fast in Sicherheit.

Das Eis, der Fuchs, der Schwanz. Ich weiß, kenne meinen Hintergrund gut genug. Werde wachsam bleiben. Habe auch eine neue Berechnung aufgestellt, mit der ich das Wurmloch innerhalb von Sekunden von der Destabilisierungsphase zum Kollabieren bringen könnte, gestern vor dem zu Bett gehen erneut darüber nachgedacht, die Lichter hier in der Kommandozentrale gehen in T-40 Minuten an, eventuell mache ich das noch vor dem Frühstück, ich werde kurz eine weitere Volte durch die Rechner jagen, vielleicht erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf über 99,999 Prozent, dann mach ich das wirklich schnell, damit alle mit einer der ersten wunderbaren Nachrichten aufwachen.

Halte euch auf dem Laufenden,

wünschen wir uns Glück,

Eure Käptin Liuea

Sonntag, 25. Oktober 2026

Stöckchen von Frau Kaltmamsell

  1. Welches war dein erstes Stofftier und was verbindest du damit?

Ich hatte eine kleine Stoffmaus, so zehn bis 15cm lang, sie war grau. Eines Ihrer Ohren bekam auch immer einen warmen Umschlag, wenn ich Mittelohrentzündung hatte, da war der Plüsch dann ganz anders mit der Zeit, fusseliger. Namen weiß ich keinen mehr.

  1. Wie stelltest du dir als Kind dein Erwachsenenleben vor?

Im Jahr 2000 wollte ich schon viele Kinder haben. Und war immer total auf Umweltschutz fixiert und diesbezüglich sehr deprimiert.

  1. Warst du ein eher leises oder eher lautes Kind?

Ich war leise, habe aber sehr viel (und anscheinend gut) geredet. In unserer Bande war ich die Anführerin, das war lustig.

  1. Gab es etwas in deiner Kindheit, das du heute sehnsüchtig vermisst?

Gstettn. Und es gab weitaus weniger private PKW‘s in der Stadt. Und so ein komische Plastilin, da konnte man stabile Seifenblasen damit machen, man hat mit so einem Rörchen in die Masse gepustet, ich hab das nachher nie wieder gesehen.

  1. Welches Verhältnis hattest du als Kind zu Musik?

Ich liebte klassische Musik, die Zauberflöte für Kinder habe ich als Schallplatte in Dauerschleife gehört, das Klavierspielen war für mich die emotionale Rettung, das Klavier mein bester Freund. Als es kaputt ging begann eine tragödienreiche Zeit für mich, leider. Mit 12 oder 13 Jahren borgte mir das damalige Lehrmädchen H. meines Vater ‚Queen - Greatest Hits‘ ich überspielte es auf Kasette und hab den ganzen Sommer durchgehend diese Nummern gehört. Das hat meinen Horizont schon erweitert, davor hätte ich Stein und Bein geschworen, niemals etwas anderes als Klassik zu hören.

Via Mira und herzlichen Dank an Frau Kaltmamsell für die Inspiration!

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